Taumasensibles Sound Bath

Gongbad und ich, das funktioniert leider nicht so gut. Warum? Dazu müssen wir mal ins Jahr 2008 reisen. Vorab mag ich dir auf jeden Fall schonmal sagen, dass genau aus dieser Erfahrung mein Workshop für Klangprakizierende “Sound Bath traumasensibel und nervensystemfreundlich gestalten” entstanden ist. 

Meine erste Klangerfahrung und erste Yogaerfahrung, war alles andere als entspannend. Ich war mit meiner ersten Tochter schwanger und besuchte eine Pränatal-Yogaklasse. Meine erste Yogaerfahrung sollte direkt auch meine erste Klangerfahrung werden. 

Während Savasana wurde mehrmals, sehr unsanft ein riesiger Gong genutzt. Leider nicht gespielt sondern geschlagen. Es war zu laut, zu intensiv, zu viel. Zudem sagte uns die Yogalehrerin, wir sollten uns durch den Klang tief entspannen und eine Verbindung zu unserem Kind aufbauen. In mir hat der Klang, die Art und Weise, ein sehr beklemmendes, ungutes Gefühl ausgelöst. Ich wäre am liebsten davon gerannt. Heute weiß ich, dass diese Erfahrung mein Nervensystem überlastet hat. Damals hat mein Körper abgespeichert: Klang ist nicht sicher. Yoga ist nichts für mich. Also blieb ich alldem viele Jahre fern.

Bis heute habe ich kein gutes Verhältnis wenn ich höre, dass ein Gong gespielt wird und möchte gerne vorher darüber informiert werden um zu entscheiden, ob ich das möchte oder nicht. 

11 Jahre später, also 2019, machte ich eine Fortbildung im Klangyoga. Wir lernten den Einsatz von therapeutischen Klangschalen im Gruppen- und 1:1 Setting. Ab dann begann ich Klang ab und zu in meine Yogastunden zu integrieren. Meine Teilnehmerinnen liebten den Klang der Therapieklangschalen, Zaphier-Klangspielen und der BEK-Drum. Doch meine eigene wirklich tiefe Verbindung zum Klang, blieb irgendwie aus. Um diese wirklich selbst zu erfahren, brauchte es noch ein paar Jahre. 

2022 kam ich mit Kristallklangschalen in Kontakt und war überwältigt von ihrer Wirkung. Nichts zuvor hat es jemals geschafft mich in einen so tiefen Zustand der Ruhe zu bringen.  So begleiteten mich die Klänge in einen tiefen Zustand der Ruhe, mein Körper atmete auf. Es gab eine Sache, die dafür enorm wichtig war und mir erst vor ein paar Minuten so richtig bewusst wurde: das Gefühl der Sicherheit wenn ich in einem Sound Bath liege.  

Also begann meine Reise näher zum Klang. Ich probierte Klangmeditationen aus, Klangreisen,  verschiedene Sound Bath, Instrumente, Yoga mit Klang und stellte eins fest:

Es braucht so viel mehr als “nur” den Klang. Es ist nicht egal wie Klangschalen gespielt werden und wie ein Sound Bath aufgebaut ist. Es braucht einen sicheren Raum, Orientierung, Präsenz und Aufmerksamkeit, um wirklich tief entspannen zu können. Es braucht einen nervensystemfreundlichen Rahmen. 

Denn auch mir ist es schwergefallen, im Klang in einen Zustand der tiefen Entspannung zu kommen. Irgendwie war ich gefühlt immer noch ein wenig unter Anspannung. Die Frage “Was kommt wohl als Nächstes” begleitete mich lange. 

Wie können wir einen Raum erschaffen, indem sich Menschen wirklich sicher und gehalten fühlen für ihre Klangerfahrung. Aus dieser Frage ist mehr entstanden. 

So freue ich mich riesig darauf, am 06. Juli 2024 meinen ersten Workshop für Klangpraktizierende zu gestalten indem wir näher in diese Welt tauchen, lernen was es heißt, nervensystemfreundlich und traumasensibel einen Raum zu gestalten, in dem Klang so eingesetzt wird, dass sich Menschen sicher und gehalten fühlen. Nur dann können wir wirklich loslassen.

Für mich ist das ein sehr wichtiger Aspekt wenn wir von “Sound Healing” sprechen möchten. Nicht nur die Theorie des Klang sondern vor allem die Feinfühligkeit, eigene Erfahrung und einen Blick auf das Ganze sind in meinem Empfinden essenziell um den Raum für eine wirklich tiefe Klangerfahrung zu öffnen.

Herzliche Grüße

Nina

Sound Bath

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